Ibn Rushd Fund for Freedom of Thought

Der Ibn Rushd Preis

Seit 1999 verleiht der Ibn Rushd Fund jährlich den Preis für Freiheit und Demokratie an Menschen oder Organisationen aus der arabischen Welt, die sich um das Freie Denken in der arabischen Welt und damit um die Werte & Ziele des Vereins verdient gemacht haben.

Die Preisverleihung findet Ende November/Anfang Dezember in Berlin statt.

Die Preisverleihung inklusive Preisgeld von €2500 wird ausschließlich durch Spenden und Beiträge der Mitglieder finanziert.

Bisherige Preisthemen waren unter anderem:

JournalismusFrauenrechte, MenschenrechteParlamentarische Arbeit, Engagierte Literatur, Islamreform, Aufklärung, Wirtschaftliche EntwicklungInternetforum, Philosophie in der Musik, Islam und Zivilgesellschaft, Gefängnisliteratur, Korruptionsbekämpfung.

Der Ibn Rushd-Preis 2017 wird ausgeschrieben für:
eine Person (natürlich oder juristisch) oder eine Institution, die sich um die Bekämpfung der Korruption verdient gemacht hat. Die Erfolge dieses Engagements müssen für die betreffende Gesellschaft spürbar und allgemeingültig evaluierbar sein.

Der Preis war ausgeschrieben für: 
Autor/Autorin eines Werkes der Gefängnisliteratur (Roman, Dichtung, Sachbuch oder Autobiografie), der/die eine breite öffentliche Debatte über die Situation politischer Gefangener anregt, Unterdrückung und Verletzung von Menschenrechten aufzeigt und das Recht auf Freiheit und Menschenwürde in der arabischen Welt einfordert.

Der Preis war ausgeschrieben für
eine Person, die einen modernen Islam als Stütze der Zivilgesellschaft erachtet und so, sei es durch ihr theoretisches Werk oder ihr politisches Handeln, die Etablierung eines modernen demokratischen arabischen Staates fördert oder gefördert hat.

Der Preis war ausgeschrieben für
eine/n Sänger/-in, Liedermacher/-in oder Band, deren/dessen Liedertexte sich mit dem Streben nach Freiheit, Bürgerrechten und Demokratie befassen und diese fordern

Der Preis war ausgeschrieben für

eine  junge Aktivistin/einen jungen Aktivisten des Arabischen Frühlings, die/der auf friedliche Weise für den demokratischen Zivilstaat kämpft.

Der Preis war ausgeschrieben für

eine Journalistin, die sich engagiert und unerschrocken für Freies Denken und Meinungsfreiheit in der arabischen Welt einsetzt.

Der Preis war ausgeschrieben für:

einen Webblogger, eine Person (natürlich oder juristisch), die durch die Verbreitung eigener Inhalte oder Bereitstellung einer Internet-Plattform im Sinne der Meinungsfreiheit über das Internet die offene Diskussion sozial-politischer Thematik wesentlich bereichert und den öffentlichen Diskurs vorantreibt.

Der Preis war ausgeschrieben für eine/n Wirtschaftsexperten/in aus dem arabischen Raum, der/die sich in seinem/ihrem Werk - theoretisch oder praktisch - mit den Problemen der wirtschaftlichen Entwicklung auseinander gesetzt hat.

Der Preis war ausgeschrieben für den Autor einer Studie zur Analyse des Scheiterns der arabischen Aufklärung.

Der Preis war ausgeschrieben für
einen arabischen Filmemacher für Kino oder Fernsehen, der sich den Themen der Freiheit und Demokratie widmet und sich über seine Werke mit gesellschaftlichen und politischen Tabuthemen auseinandersetzt, und damit zusammenhängende Phänomene und Praktiken aus neuer Perspektive kritisch beleuchtet.

Der Preis war ausgeschrieben für eine politisch engagierte arabische Frau, die sich um Meinungsfreiheit, Gleichberechtigung und Demokratie in der arabischen Welt verdient gemacht hat.

Der Preis war ausgeschrieben für
einen arabischen Gelehrten des Islam, der sich um eine grundlegende Reform des Islam und des islamischen Denkens bemüht, und sich so für eine Annäherung zwischen der islamischen Tradition und der Moderne einsetzt.

Der Preis war ausgeschrieben für ein arabischen Schriftsteller der die moderne engagierte Literatur um ein hervorragendes Werk bereichert hat und – die Zeichen der Zeit erkennend – den arabischen Leser durch das bewusstseinserweiternde Wort zwingt, sich mit den Problemen der Gegenwart und der aktiven Gestaltung der Umwelt auseinander zu setzen.

Der Preis war ausgeschrieben für einen arabischen Denker und Hochschullehrer, der sich durch sein Wirken und Mut als wegbereitenden Pionier und als Bindeglied zwischen Tradition und Moderne für neue Perspektiven und Ansätze einer Aufklärung verdient gemacht hat.