Ibn Rushd Fund for Freedom of Thought

Preisausschreibung

Der Ibn Rushd Fund 2011 wird ausgeschrieben für

Eine Journalistin,
die sich aktiv für das freie Denken in der arabischen Welt einsetzt

Die arabische Welt hat sich auf den Weg zur Freiheit gemacht. Unabhängig und unnachgiebig fordern die arabischen Völker Autonomie und Selbstbestimmung von jenen, die jahrzehntelang autoritär über sie geherrscht haben. Nicht nur jene Herrscher wurden überrascht von der Beharrlichkeit und dem Mut der Protestierenden, sondern Regierungen und Menschen rund um die Welt. Der 'Arabische Frühling' – wie man die Bewegung in Anlehnung an den Prager Frühling von 1968 nennt – wird von den Medien weltweit beobachtet und kommentiert. Es sind Journalisten und Journalistinnen, die mitten im Geschehen stehen und uns verantwortungsvoll und kompetent die Gedanken, Hoffnungen und vor allem die Sehnsucht nach Freiheit der Menschen in den Straßen der arabischen Städte vermitteln.

In den vordersten Reihen der Bewegung für Freies Denken, freie Meinungsäußerung und Demokratie in den arabischen Ländern stehen viele Frauen. In dieser turbulenten Zeit vertrauen wir den Worten von Journalistinnen, ihren Berichte, Kommentaren und Analysen. Worte haben eine zweifache Macht: sie ändern die Welt, die sie erklären. Die von Frauen haben eine eigene und ausgeprägte Kraft und Fähigkeit, die Sorgen und Nöte ihrer Gesellschaft darzustellen, die ihnen allzu oft nur eine untergeordnete Position zuweist.

In vielen arabischen Staaten riskieren Journalistinnen physische und psychische Verletzungen, politische Verfolgung und Inhaftierung. Als Frauen, die ihre Meinung sagen, sind sie oft zusätzlicher Ächtung ausgesetzt, da die Gesellschaft ihnen nicht zubilligt, aktiv am öffentlichen Diskurs teilzunehmen. Es ist an der Zeit, die harte Arbeit und den Mut von Frauen im Journalismus zu würdigen.

Es ist das Ziel des Ibn Rushd Fund, die Besonderheit und individuelle Verantwortlichkeit herauszustellen, die Journalistinnen ihrer Arbeit entgegenbringen; was sie leisten, ist mehr als bloße Berichterstattung. Die weibliche Perspektive in ihren Analysen und ihre Kritik an den politischen und sozialen Bedingungen trägt entschieden zu den aktuellen Veränderungen in den arabischen Ländern bei.

Der Ibn Rushd Preis 2011 ist ausgeschrieben für eine Journalistin, die sich engagiert und unerschrocken für Freies Denken und Meinungsfreiheit in der arabischen Welt einsetzt.

Weltweit jede und jeder an unserer Arbeit Interessierte kann eine Kandidatin vorschlagen. Bitte beachten Sie, dass Eigennominierungen nicht zulässig sind. Kandidatinnen müssen Vollzeit-, Teilzeit- oder freiberufliche Journalistinnen sein, die derzeit in den Print-, Rundfunk- und Telemedien oder in den Online Medien arbeiten. Der Wirkungskreis der Kandidatinnen sollte unmittelbar in der arabischen Welt liegen.

Eine unabhängige Jury von Expertinnen und Experten wird aus den eingehenden Nominierungen die Gewinnerin des Ibn Rushd Preises 2011 auswählen.

Die Bedeutung der Teilhabe von Frauen an der Entwicklung der arabischen Welt hat merklich zugenommen. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, hat der Ibn Rushd Fund beschlossen, in Zukunft den Anteil der Frauen unter den Gewinnern des jährlich vergebenen Preises zu erhöhen.

Bitte senden Sie Ihren Vorschlag schriftlich per Brief, E-Mail oder Fax an unsere unten angegebene Adresse. Legen Sie eine Begründung und, sofern bekannt, einen kurzen Lebenslauf der Kandidatin bei. Kandidatinnen können bis zum 22. Mai 2011 nominiert werden. Nominierungen können auf Arabisch, Deutsch, Französisch oder Englisch verfasst werden.

Das Preisgeld des in erster Linie symbolischen Preises beträgt 2500,- Euro. Finanziert wird der Preis ausschließlich von Beiträgen und Spenden der Mitglieder des Ibn Rushd Funds.

Bisherige Gewinner/innen des Preises Preise.

Die Preisträgerin wird der Öffentlichkeit in einem Festakt Ende November in Berlin vorgestellt.

Bitte nutzen Sie für Ihre Nominierung das Formular auf unserer Webseite.