Ibn Rushd Fund for Freedom of Thought

Mitglieder der Jury


Hala Rachid Ammoun

 

Professorin für Philosophie an der Libanesischen Universität in Beirut und der Universität Balamand in al-Koura im Norden des Libanons.

Hala Rachid Ammoun hat viele Publikationen zu philosophischen Fragen, zur Verzögerung der arabischen Aufklärung, zur Problematik des salafitischen Denkens und seiner Fokussierung auf den islamischen Dschihad, zum religiösen Fanatismus und seinem negativen Einfluss auf die arabisch-islamischen Länder, zum Todeskult in der arabischen Welt sowie viele weitere Publikationen, die sich mit der kritischen Situation der arabischen Welt befassen.

Abdelilah Belkeziz

 

Doktor der Philosophie, Dozent für Philosophie an der Universität Hassan II in Casablanca/Marokko. Von ihm erschienen 31 Bücher, u. a.: Die nationale palästinensische Frage (1989), Der Reformdiskurs in Marokko: Entstehung und Quellen 1844-1918 (Beirut 1996), Zeit des Aufstands/der Intifada (2000), Über Demokratie und die zivile Gesellschaft (Beirut 2000), Das Ende des Missionärs (Casablanca 2000), Fragen über das zeitgenössische arabische Denken (Latakia 2001), Der Islam und die Politik (Casablanca), Der Staat im zeitgenössischen islamischen Denken (Beirut 2002), Die Entstehung eines Umfeldes für den politischen Islam (Beirut 2005), Die Krise des nationalen palästinensischen Projekts von Fatah zu Hamas (2006), Hisbollah: Zwischen Befreiung und Abschreckung von 1982 bis 2006 (2006), Prophetie und Politik (Beirut), Der Staat und die Gesellschaft: Für und wider der Vereinigung und Zersplitterung (Beirut), Globalisierung und Ablehnung (Latakia), Gewalt und Demokratie (Beirut), Die Araber und die Moderne (Beirut 2007), Herausgabe und Vorwort des Buches Nationaler/islamischer Diskurs: Vorträge und Diskussionen im Rahmen eines gemeinsam von dem Centre for Arab Unity Studies und Schwedischen Institut in Alexandrien organisierten Forums (Beirut 2008).

Kadhim Habib

 

Kadhim Habib wurde 1935 in Kerbela im Irak geboren, wo er aufwuchs und zur Schule ging. Er ist irakischer Oppositioneller, Ökonom, Schriftsteller, Menschenrechtaktivist. Während der Monarchie kam er zwischen 1955-1958 in politische Gefangenschaft und wurde des Landes verwiesen. In Berlin studierte er Volkswirtschaft: Magister 1964, PhD 1968 und Dr. Sc. (Habil) 1973. Dr. Habib lehrte an Universitäten im Irak und Algerien. Zwischen 1970-1979 war er Chefredakteur der irakischen Zeitschrift al-Iqtisadi (Die Wirtschaft). Der Oppositionelle gehörte von 1975 bis 1978 als Mitglied dem Hohen Rat der Landwirtschaft seines Heimatlandes an. Während der Zeit des Königreiches und unter dem Baath-Regime litt er unter Verhaftungen und Folterungen. Nach seiner politischen Haft entließ man ihn 1978 in den Vorruhestand und er musste den Irak erneut verlassen. Nach einem dreijährigen Aufenthalt in Algerien, wo er als Dozent Wirtschaftswissenschaften unterrichtete, schloss K. Habib sich zwischen 1981-1984 und 1987-1988 der kurdischen “al-Ansar“-Freiheitsbewegung“ im Nordirak an. Kadhim Habib ist Mitglied der irakischen und arabischen Menschenrechtsorganisationen in Deutschland sowie Mitglied bei Amnesty International. Er ist Gewerkschaftsmitglied der irakischen und kurdischen Journalisten und Mitglied im Arabisch-Deutschen Institut für Soziale Forschung.

Neben der Veröffentlichung zahlreicher Artikel und Studien zu wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Themen sowie Menschrechtsfragen in arabischer und deutscher Sprache hat Kadhim Habib mehr als 25 Bücher veröffentlicht, z. B.: Die Stunde der Wahrheit: Iraks Zukunft zwischen Regime und der Opposition), Beirut 1995.

Die Länder des Südens: Problematik und Perspektive, Kairo 1996. Tragödie und Komödie im heutigen Irak, Beirut 2000. Die alte Religion der Yezidis, die Widerstand in schlechten Zeiten leistete: Globalisierung aus anderer Perspektive, Bagdad 2006. Einblicke in die Freiheitsbewegung des kurdischen Volkes in dem im Irak liegenden Teil Kurdistans, 2005. Der Post-Faschismus im Irak, 2008.

Kadhim Habib lebt seit 1981 mit seiner Familie in Deutschland.

Ali al-Kuwari

 

Ali al-Kuwari wurde 1941 in Qatar geboren. 1966 Bakkalaureat in Betriebswirtschaft (B. Comm.), Universität Damaskus. Von 1966 bis 1971 führte er eine private Firma in Doha/Qatar. 1974 Doktorgrad an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät, Universität Durham/England. Titel der Dissertation: “Oil Revenues of the Arabian Gulf Emirates: Pattern of Allocation and Impact on Economic Development”. Seit 1974 bis zu seiner Pensionierung war er Direktor der Abteilung Marketing und Transport von Qatar General Petroleum Corporation. Daneben war al-Kuwari als Direktor, Berater oder Vorstandsmitglied in verschiedenen Handelsfirmen tätig (insbesondere Öl und Gas) bevor er sich endgültig 1978 für die Forschungsarbeit zurückzog. 1978 – 1980 Aufbaustudium als Postgraduierter Fellow am Centre for Middle Eastern Studies, Harvard University, Cambridge, Mass./USA. 1975 – 1982 Dozent für Wirtschaft und Entwicklung an der Universität Qatar University/Doha. Von 1980 bis 1982 Direktor des Projekts Entwicklungsstudien der Arabischen Golfstaaten, Universität Qatar. Seit 1983 anerkannter staatlicher Wirtschaftsprüfer und von 1983 bis 1997 Direktor der staatlichen Wirtschaftsprüfung/Doha. Direktor des Arabian Bureau for Studies & Consultation. Er war Gründer des “Waqf for Al-Shoura and Democracy Studies” im Jahr 1993. 1993 war er Vermögensverwalter des Centre for Arab Unity Studies in Beirut/Libanon. Seit 1995 Mitglied der Arabischen Organisation für Menschenrechte und seit 1998 Gründungsmitglied des Arab Fund for NGO’s. 1998-1999 Leiter der Technical Cooperation Divisions bei der Vereinten Nationen/Sozial- und Wirtschaftskommission für Westasien, Beirut; 2000 Direktor des Arabian Bureau For Studies & Consultation and Project in Doha.

Zusammen mit Raghid as-Solh gründete Ali al-Kuwari 1991 das Projekt „Demokratiestudien in der arabischen Welt“ in Oxford und ist bis heute Assoziierter Koordinator des Projekts. Er war Herausgeber und Redakteur für verschiedene wissenschaftliche Zeitschriften mit Schwerpunkt auf Sozial- und Wirtschaftsentwicklung in den Golfstaaten. Er nimmt an vielen internationalen Konferenzen und Projekten aktiv teil und hat viele Publikationen zu Themen wie Politik, Demokratie und Menschenrechte, Wirtschaft und Entwicklung.

Abdallah Tourkmani

 

Abdallah Tourkmani wurde 1948 in Latakia/Syrien geboren. 1983 Diplom in Zeitgenössischer Arabischer Geschichte an der Universität Algier, 2001 Doktor in Zeitgenössischer Arabischer Geschichte an Universität Tunis. 23 Jahre im Lehrberuf tätig, davon 6 Jahre als Lehrer für die Oberschule in Algerien, 5 Jahre als Ausbilder von Lehrern in Tayarat/Algerien, 4 Jahre als Assistenzprofessor an der Universität Algier und 8 Jahre als Dozent für Geschichte am französischen Privatinstitut Intercollege in Tunis. Als Forscher hatte Abdallah Tourkmani zahlreiche Positionen inne. Er war 3 Jahre lang Archiv- und Studienleiter der PLO-Zeitschrift „Saut al-bilad“. Seit 18 Jahren Zusammenarbeit mit dem Arabischen Institut für Menschenrechte und seit 1994 Mitglied im Wissenschaftsgremium des Instituts. Seit 1997 Zusammenarbeit mit dem Zentrum der Arabischen Liga und seit 1999 mit der „Tunesischen Gesellschaft für Internationale Studien“ sowie seit 2000 mit der UNHCR (UN High Commissioner for Refugees). Seit 2004 Projekte mit ALECSO (Arab League Education, Culture and Science) und seit 2005 mit der Stiftung für Wissenschaft „Mu’assat at-Tammimi“. Ebenso seit 2006 gemeinsame Projekte mit dem „Zentrum für Verfassungsrecht und Politik“ der Universität al-Qadi Ayyad in Marrakesch.

Tourkmani hat mehr als 5 Bücher über zeitgenössische Politik und Kommunismus, Islamismus, Menschenrechte, Demokratie und die Flüchtlingsproblematik in der arabischen Welt veröffentlich und war Co-Autor bei mindestens 10 weiteren Büchern. Außerdem hat er zahlreiche Aufsätze in arabischen Zeitungen und Zeitschriften veröffentlich und nahm an vielen Symposien und Konferenzen teil.

Tourkmani lebt seit 1990 in Tunesien. Er ist verheiratet und hat drei Kinder.