| Liebe Leser!
Am 28. August 2004 fand in Oxford die 14. Jahrestagung des „Project for Democracy Studies in the Arab World“ statt. Dieses Treffen arabischer Wissenschaftler ist bemerkenswert, hat es sich doch mit den Jahren als hochgeachtetes Forum moderner arabischer Intellektueller etabliert. Auf wissenschaftlicher Ebene setzt man sich dort mit Themen auseinander, die die gesamte arabische Welt bewegen, um Auswege für scheinbar endlose Probleme zu finden. Auffallend ist dabei, dass das Forum, das im Herzen Europas gegründet wurde, von Anfang an ein Forum von Arabern für Araber ist. Schwerpunkt der diesjährigen Konferenz war das Thema „Despotismus und Gewalt in den politischen Herrschaftssystemen der modernen arabischen Welt“. Renommierte Wissenschaftler aus verschiedenen arabischen Ländern führten ihre Thesen über Instrumente der Macht, religiöse Vormundschaft und die historischen Gründe für die sich schleppende Demokratisierung in der arabischen Welt vor. Wir bringen hier die Eröffnungsrede des Sitzungsleiters und Projektgründers Ali al-Kuwari sowie fünf der insgesamt 13 Konferenzbeiträgen heraus. Mit dem Beitrag von Hamid Fadlalla bewegen wir uns nicht fern vom Thema. Fadlalla rezensiert für uns die Diplomarbeit von Osman Saeed über den „Sudankonflikt als Beispiel für den Konflikt zwischen Staat und Kultur“. Ein kurzer Beitrag von Marwan S. Abualrub stellt die medizinischen Werke von Ibn Rushd mit bibliographischen Angaben und Titeln der Übersetzungen zusammen. Schließlich fügen wir
- anlässlich der diesjährigen Preisverleihung an Sonallah Ibrahim
- einen Aufsatz von Andrea Haist bei, der uns einen Überblick über
das Gesamtwerk des Autors verschafft und dem schwierigen Verhältnis
zur ägyptischen Regierung nachgeht.
Viel Spaß beim Lesen!
Dr. Abier Bushnaq
1. Dezember 2004 Back to the index of the 6th issue
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